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- Der Geschwindigkeitsrausch , bekannt aus Alltag, Sport und Spiel. Auslösende Situationen können etwa schnelles Auto-/Motorradfahren (bis hin zum „Raser-Syndrom“), Achterbahnfahren oder rasches Inlineskaten sein.
- Der Höhenrausch kann sich etwa beim Klettern, Drachenfliegen, Fliegen mit dem Flugzeug oder allgemein beim Blick aus einer erhöhten Position heraus einstellen. Die Vorliebe bei Kindern, auf Mauern oder Gerüste zu klettern, hat damit zu tun.
- Der Bewegungsrausch, in dem häufig vorausgehende Ermüdungserscheinungen nicht mehr spürbar sind, kann sich beispielsweise beim Tanzen einstellen oder als „Runners high“ etwa beim Marathonlauf.
- Der Gefahrenrausch hat etwas mit der prompten Lösung einer extremen psychischen Anspannung zu tun: Ist die brenzlige Situation vorüber oder bewältigt, wird der Körper, bildhaft gesprochen, „von Glückshormonen überschwemmt“, Beispiele: Raubtierdressur, Extremsportarten, allgemein alles, was als Abenteuer erlebt wird. Auch Wettkämpfe oder Öffentlichkeitsauftritte werden als „Gefahren“ erlebt - es geht um Sieg oder Niederlage. Dementsprechend sind der Gefahrenrausch und der Wettbewerbsrausch eng miteinander verknüpft. Ein gewisser Grad an Angst oder Lampenfieber kann durch die hormonellen Reaktionen zu Höchstleistungen führen.
- Der Wettbewerbsrausch kann bei jeglicher Situation von Wettbewerb auftreten, etwa im Leistungssport, in der Schule, sogar bei der Schnäppchenjagd. Er äußert sich in einem Zustand vermehrter Aktivität und Leistung, das Empfinden von Schmerz und Erschöpfung ist gleichzeitig herabgesetzt. Wird das Ziel erreicht, etwa die Erstplatzierung im sportlichen Wettbewerb, kann es zu einem Zustand der Euphorie kommen, etwa dem sogenannten Siegestaumel.
- Der kreative Rausch , auch Flow genannt bezeichnet einen Zustand mühelosem schöpferischen Gestaltens bei dem alle geistigen oder psychischen Blockaden aufgehoben scheinen, es erscheint, als handele es sich um einen selbstätigen Prozess, der ohne Anstrengung „aus dem Schaffenden herausfließt“. Das bewegt manche Künstler, von Eingebung oder gar göttlicher Führung zu sprechen. Der Flow kann sich bei jedem Menschen und bei jeder Art von schöpferischer Tätigkeit einstellen, selbst bei der Hausarbeit. Siehe auch Kreativität.
- Der meditative Rausch, auch Trance genannt, kann sich einstellen, wenn es einem Menschen durch Prozesse geistiger Disziplinierung und Konzentration wie Beten oder die mannigfaltigen Arten der Meditation gelingt, seine Empfindungen und Denkprozesse stark zu minimieren. Moderne Messmethoden haben gezeigt, dass dabei bestimmte Hirnariale nahezu inaktiv sind. Im meditativen Rauschzustand sind Körperempfindungen und Affekte nahezu ausgeblendet. Oft kommt es dabei zu einem Gefühl der Loslösung von der eigenen Körperlichkeit und einem Gefühl des universellen Einsseins.
- Der Genussrausch kann sich einstellen durch die intensive Hingabe an ein sinnliches Erlebnis, etwa einem Musik- oder Geschmackserlebnis. Das Erleben geht über das bloße sensorische Empfinden weit hinaus und erfasst den betreffenden Menschen in seiner Gesamtheit, oft ist die Rede vom „tief berührt sein“. Die sinnliche Liebe, unsere Sexualität, hängt ebenfalls mit unserer Fähigkeit zu solchem Erleben zusammen. Siehe auch Genuss.
- Der asketische Rausch kann sich bei zeitweiliger Entsagung bestimmter Grundbedürfnisse einstellen. Es kommt hierbei ähnlich wie bei Halluzinogenen zur Veränderung hirnphysiologischer Prozesse und zu den entsprechenden Auswirkungen. Beispiele sind Fasten, Hungern, Schlafentzug. Auch eine langfristige soziale Isolation löst entsprechende hirnbiologische Veränderungen aus. Beim Herbeiführen asketischer Rauschzustände kann es zu erheblichen gesundheitlichen Gefahren bis hin zu irreparablen Schädigungen kommen. In wohldurchdachter und maßvoller Form können sich jedoch bestimmte Formen der Askese positiv auf Körper und Geist auswirken.
- Der Rausch durch Sauerstoffmangel wird durch die Sauerstoff- Unterversorgung des Gehirns und der Körperzellen verursacht, etwa bei der Höhenkrankheit, die ab einer Höhe von etwa 2000 Meter über dem Meeresspiegel eintreten kann, oder als ein Teilaspekt des Tiefenrauschs, der beim Tauchen ab einer Tiefe 30 Metern eintreten kann. Es kommt zu Vergiftungserscheinungen mit Bewusstseinstrübungen, die bis zum Fall ins Koma führen können. Auch das Atmen in einer Plastiktüte kann solcherart Symptome auslösen. Räusche durch Sauerstoffmangel sind in jedem Fall gesundheitsschädlich.
- Der Entzugsrausch kann die Folge eines (plötzlichen) Absetzens von Medikamenten, Drogen oder Alkohol sein. Die Symptome können über Schwindel, Zittern, Übelkeit, Halluzinationen, Angstzustände, Verlust der Selbstkontrolle, Verlust der Erinnerung bis hin zum lebensbedrohlichen Schock reichen. Speziell beim Alkoholentzug kann es zum lebensgefährlichen Delirium tremens kommen.
- Amok stellt einen äußerst destruktiven Rauschzustand dar, bei dem die betreffende Person bar jeder Selbstkontrolle in absoluter Gewaltbereitschaft höchste Gefahr für Andere (oft auch für sich selbst) darstellt, siehe auch Artikel Amok. Der Zustand kann sich einstellen, wenn ein Mensch sich völlig „in die Enge getrieben“ oder seiner als elementar erlebter Sicherheiten beraubt fühlt. Das ist etwa häufig der Fall in Kriegssituationen. Manchmal wird fälschlich der Begriff „Blut-“ oder „Tötungsrausch“ verwendet, der jedoch ein Phänomen aus dem Tierreich darstellt.
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